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WAV zu Midi?


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Geschrieben von Martin on April 18, 2000 at 03:47:09:

Als Antwort auf : Re: Wie konventiert man WAV zu Midi ? geschrieben von augustin on Februar 02, 2000 at 11:27:28:

Der Thread ist ein wenig alt; ich hoffe, die Sache ist immer noch von Interesse..

: : Es gibt ein programm das heist Recycle v 1.7

Was Recycle macht, ist meines Wissens: Das Originalsample in kleine Schnipsel zerlegen, und zwar immer danach, was es für einen Lautstärkehöhepunkt hält. Das heißt, im großen und ganzen findet es die Anschläge einzelner Schlaginstrumente in einer Drumloop. Und dann erzeugt es ein MIDI-File, das diese Schnipsel wieder antriggern kann. Ergebnis: Man kann nun das MIDI-File langsamer oder schneller laufen lassen, ohne daß sich Tonhöhe und Klang der Schnipselsamples ändern. Oder einzelne Sounds austauschen, etc.

Nun zum Thema Sound->MIDI: Ein Freud von mir hat so ein Programm mal geschrieben, allerdings sehr experimentell. Er hat es zum Komponieren verwendet. Hoffnungstrunken bin ich also mit einer Aufnahme einer U-Bahn-Fahrt bei ihm aufgetaucht. Ich dachte, ganz toll muß es ja nicht werden, aber wenn irgendwas rauskommt, druck ich das als Partitur aus und laß ein Orchester die Chose spielen.

Solche Ideen haben übrigens viele..

Also, gesagt, getan! Zuerst eine Fourier-Analyse (Zerlegung in Sinustöne); das ging schnell, und wenn man das wieder zusammenbaute (Resynthese) klangs auch gar nicht so schlecht. Dann aber die Umrechnung davon in MIDI-Daten! Viele, viele Stunden Berechnung, parallel an mehreren Computern, für ganz wenige Minuten Sound. Wenn man das Ergebnis aber laufen ließ, hörte man einfach Tausende von Instrumenten scheinbar völlig beliebig durcheinander klimpern. Es war nicht nachvollziehbar, was das mit der Sache zu tun haben sollte.

Und in der Original-U-Bahn-Aufnahme ist natürlich sehr laut und prima ein schöner Durdreiklang zu hören, aLS Warnung jedesmal, bevor die Tür schließt. Fällt sofort auf beim Anhören. Was mich am meisten gewundert hat, war, daß von diesem Dreiklang im Resultat nix, aber auch gar nix mehr ahnbar war,

Fazit: Die Sache ist einfach bei weitem noch nicht reif. Ich glaub, es gibt so Programme, und es gab auch einmal (von Roland?) entsprechende Geräte, "Pitch-to-MIDI-Konverter". Die sind aber langsam (auf der Bühne kaum zu brauchen), kommen nur mit einstimmigem Material klar (der Nachhall des letzten Tons kann da den nächsten schon stören) und sind sich ihrer Sache auch nicht ganz sicher. Ich glaub, ein befreundeter Komponist improvisiert damit und nutzt die Irregularitäten des Geräts bewußt zur Verzerrung von Tonhöhen und Rhythmen.


Das ist, was ich darüber weiß. aber wenn einer was auftut, was auch nur in meiner Ubahnaufnahme den Dreiklang erkennt (was jeder Musiker in 0,1 Sekunde schafft), täts mich mal sehr interessieren..


Gruß,

Martin


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