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Klassil-Digital-Partitur


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Geschrieben von Uwe (von: pp.149.200.ber.germanynet.de) on September 11, 2000 at 09:11:04 (IP: 151.189.149.200)

Ich heiße Uwe, bin Jahrgang 1941 und lebe zeit meines Lebens in Berlin. Seit Anfang der Neunziger verbringe ich nur "aus Spaß" mehr oder weniger Zeit damit, die Noten von klassischen Musikstücken meines Geschmacks, die ich etwa aus städtischen Musikbüchereien leihe und zum privaten Gebrauch fotokopiere und mit rechtmäßig erworbener Software - (gekauft hatte ich das damals nagel-neue Cubase VST Version 3.5 für 650.- DM. Ich arbeite aber fast ausschließlich mit der älteren Version 3.05, weil VST 3.5 nur stotternd läuft und alle naselang hakt) - zu hörbaren "werkgetreuen" Midi-Partituren umforme, indem ich versu-che, alle Informationen, die dem gedruckten Notenbild zu entnehmen sind, ebenso zu berücksichtigen, wie die charakteristischen Merkmale der einzelnen Instrumente und ihre verschiedenen Spielweisen.
Mittlerweile habe ich über 20 umfangreiche Orchesterstücke bearbeitet, davon etwa ein Dutzend vollständige Symphonien, ein paar Klavierkonzerte und so weiter.
Vor ein paar Jahren konnte ich durch Surfen im Internet die Vermutung verifizieren, daß es noch etliche andere Menschen gibt, die dieser ungewöhnlichen Beschäftigung nachgehen und daß man sich sogar jede Menge digitale Midi-Sequenzen von klassischen Stücken kostenlos in Sekundenschnelle herunterladen kann, während man mit der "Vom Auge über Gehirn durch die Hand in den Computer"- Methode Wochen benötigt.
Allerdings stellte sich schnell heraus, daß es noch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, die im GM-Format gehaltenen *.mid - Dateien so zu bearbeiten, daß sie mit meiner speziellen Gerätekonfiguration gut klingen. Und das ist fast so zeitaufwendig, wie die Noten und sonstigen Informationen selbst einzulesen, weil ich ja sowieso anhand der Orginal-Noten überprüfen muß, ob alles stimmt.
Was mich zunehmend nervt, ist das Bewußtsein, daß ich mir jede Menge sehr gewissenhafter Arbeit mache, mit der außer mir selbst kein anderer Mensch etwas anfangen kann. Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung, daß dem klassischen Musiker eines nicht allzu fernen Tages ein auf die Hörgewohnheiten eines Profis hinreichend abgestimmtes digitales Symphonie-Orchester als Arbeits und Übungsmittel zurVerfügung steht. Bestehend aus einem standardisierten Instrumentenklangreservoir, also dem elektronischen Klangkörper, einem durchschnittlichen PC mit viel Speicherplatz und mit auf die speziellen Bedürfnisse eines klassischen Orchesters angepaßter Software, also Sequenzer- und Klangbearbeitungs-Programmen. Die Grundvoraussetzungen sind längst geschaffen

Meine Absichten und Anliegen bestehen also darin, mit Leuten zu kommunizieren, die "Midi-Partituren" erstellen, speziell solche der klassischen Musik und die Interesse daran haben, in diesem Bereich etwas zu entwickeln. Ein digitales Symphonie-Orchester von hoher Klangqualität, um den Dirgenten zu spielen zu können, ist nur eine Frage des entsprechenden Geldaufwandes. Der Gedanke, daß digitale Partituren und Orchester auch für den "klassischen" Berufsmusiker ein nützliches Hilfsmittel sind, ist nur dann sinnvoll, wenn Instrumentenbauer und Programmierer die Voraussetzungen dafür anbieten. Was es da heute gibt, ist zu teuer und zu umständlich. Und vor allen Dingen fehlt ein Standard, der den Hörgewohnheiten und Ansprüchen von Orchestermusikern und Dirigenten angemessen ist und der gewährleistet, daß z.B. ein Dirigent eine von ihm bearbeitete Computerpartitur an die Orchestermusiker weitergeben kann, damit jeder einzelne damit seinen Part üben kann. Der General-Midi-Standard ist die notwendige Voraussetzung dafür, die Klang-Qualität der GM-Symphonie-Orchester läßt aber noch sehr zu wünschen übrig. Dafür reichen 16 Midi-Kanäle einfach nicht aus....

Wenn bis hier keine Neugier aufgekommen ist, kann ich mir auch jedes weitere Wort sparen. Andernfalls ebenso, weil die Kommunikation ja jederzeit fortgesetzt werden kann. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ich ein paar Reaktio-nen auf diesen Brief erzielen würde. Mit freudlichen Grüßen

Uwe Peter Wittmann
c/o ufa-Fabrik
Viktoriastr. 13-18
D-12105 Berlin

Ansonsten bin ich froh, über jeden Tip und jede Adresse, die ich in diesem Zusammenhang bekommen kann. Bei Interesse und auf Nachfrage über email an wittmann(at)mindfloaters.de übersende ich gerne ein Klangbeispiel in Form einer selbstgebrannten Audio-CD. Zur Auswahl stehen:
1) Beethoven: 5. + 6. Sym
2) Beethoven: 7. Sym / Grieg: 1. Klavierkonzert
3) Bizet: 1. Sym. / Mendelsohn: 4. Sym / Sibelius: Finlandia

Das digitale Orchester besteht aus:
1 Korg M1: 1. Flöte und pizzicato
1 Korg X3R: Percussion; 3. Streicher
1 Roland M-OC1: 1. Holz- und Blechbäser
1 Roland JV-2080: 2. Holz- und Blechbläser, Pauken, Piano
2 Roland M-SE1: Streicher
1 SampleCell: Pauken
Bei Erstkontakt würde ich um Zusendung eines in frankierten (für Postversand der CD im Jewelcase innerhalb Deutschland ca 3,50DM) und adressierten Umschlags bitten.



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